Neue Gastronomiekonzepte sollen die Altstadt weiter bereichern

Zwei traditionsreiche Bier- und Speiselokale werden wieder frei / Die SEG sucht kreative Nachfolge-Konzepte

In der [extern]Monheimer Altstadt wird wieder Raum für kreative Gastronomiekonzepte frei. Es stehen Wechsel in historischer und bester Lage an. Die zuletzt als Eisdielen betriebenen früheren Traditionsgaststätten an den Adressen Freiheit 12 (jahrzehntelang „Bormachers Altes Brauhaus“) und Turmstraße 19 (unter anderem: „Monheimer Biermanufaktur“) werden frei.

Das Monheimer Ehepaar Natalie und Tim Seidel wird sein Eis aus rein natürlichen Produkten zwar auch weiterhin am Standort Monheim am Rhein produzieren und alle drei weiteren Eisdielen mit der Firmierung „Nat & Tim“ in Düsseldorf und Langefeld weiter betreiben – ihr Monheimer Eis werden sie in der direkten Heimat künftig jedoch nur noch aus dem beliebten Eiswagen „Fred“ heraus im Monheimer Landschaftspark Rheinbogen verkaufen. Die „Gefrorene Freude“ gibt es also auch direkt vor den Toren der Altstadt weiter.

Warum aber der Rückzug nach dem erst vor gut einem Jahr vollzogenen Wechsel aus der Freiheit zur Turmstraße, ins Herzstück der Altstadt, hin zum Alten Markt? Spricht da etwas gegen den Standort oder das Konzept? „Nein“, betont Estelle Dageroth, die Geschäftsführerin der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG), die beide Immobilien als städtische Tochtergesellschaft vermarktet. „Die Seidels sind mit ihrer Milchbar dankenswerter Weise mitten in der Corona-Pandemie mit einem Popup-Konzept in die zuvor leergezogene Immobilie am Alten Markt eingezogen.“ Nach dem Aus- und Umzug von Altstadt-Wirtin Tina Gethmann, die nach der „Monheimer Biermanufaktur“ und „La Cantina“ nun auf der gegenüberliegenden Straßenseite das Bistro „Tante Tina“ betreibt, wurde eigentlich direkt ein Konzept gesucht, das den Alten Markt als zentralen Altstadtplatz im Zusammenspiel mit dem „Biergarten zur Altstadt“, dem Zollhäuschen“, „Tante Tina“, der Traditionskneipe „Spielmann“ und dem „Café mit Liebe“ wieder ganzjährig und möglichst auch ganztägig mit Leben erfüllt. „Doch der Zeitpunkt dafür war äußerst schwierig“, betont Dageroth. „Die dann aufgenommene Idee, das Konzept der Milchbar, die vorher in der Freiheit 12 angesiedelt war, auszuweiten und als Sommerbespielung den Altstadtplatz zum Eisparadies zu machen, war unter den damaligen Rahmenbedingungen daher genau die richtige Entscheidung“, so die SEG-Geschäftsführerin. „Nun aber, da die ausklingende Pandemie kaum noch Einschränkungen für einen erfolgreichen Gastronomiebetrieb mit sich bringt, ergibt sich auch für andere, deutlich erweiterte gastronomische Konzepte wieder genügend Sicherheit, um einen wirtschaftlichen Ganzjahresbetrieb zu realisieren.“

Die SEG wird daher kurzfristig Betreiberwettbewerbe für beide Immobilien starten. Losgehen könnte es schon gegen Ende des Monats, spätestens aber im Februar. Estelle Dageroth: „Wir erhoffen uns Bewerbungen mit innovativen Konzepten von erfahrenen Gastronominnen und Gastronomen oder auch von kompletten Quereinsteigern, die sich mit einem interessanten Start-up-Konzept ausprobieren möchten. Dadurch wollen wir weiter für frischen Wind in der Monheimer Altstadt sorgen, in der sich zuletzt immer mehr auch langlebige Angebote etabliert haben. Die Neuen kommen also in gute nachbarschaftliche Gesellschaft. Bei Natalie und Tim Seidel bedanken wir uns für ein erfolgreiches gemeinsames Jahr am Alten Markt.“ (ts)

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